POETRY AND ME


Poesie, Gedichte, Worte, die geschrieben werden wollen.

Diese Möglichkeit habe ich für mich gefunden, um mich innerlich zu sortieren und um auszudrücken, was mich bewegt, berührt, was mir begegnet.

 

Auch Du kannst Wege finden, um Dein Inneres zum Ausdruck zu bringen.

Vielleicht ist es nicht über das Schreiben.

Vielleicht ist es das Sprechen, Malen, Singen, Tanzen, Basteln, Bauen, Pflanzen....oder vielleicht findest Du Deine ganz eigene Form des Ausdrucks. 


AN DIE LIEBE

 

Ich lass` dich zu.

Du erfüllst mein ganzes Sein.

Ich spüre Wärme, Weite, Freude, Dankbarkeit

und fühle mich verbunden.

Mit mir, mit allem was ist.

 

Als wäre ich süchtig nach dir!

Bleib doch!

 

Plötzlich ist alles leichter.

Vertrauen, Mut und Hingabe sind ganz selbstverständlich.

 

Du scheinst flüchtig, zart, zerbrechlich,

doch bist tatsächlich kraftvoll und stark.

 

DU möchtest bei mir verweilen, immer.

Mich bestärken und schützen,

mir helfen beim Erkennen.

 

Ich selbst bin es, die über dein Bleiben und Gehen entscheidet.


KINDER

 

Zarte Hände und Füße,

die verletzlich wirken.

Tief eindringende Blicke,

die verraten, dass ICH nichts weiß.

Einfache Worte,

für jeden verständlich,

klar und direkt formuliert.

 

IHR zeigt,

wie einfach das Leben sein kann,

wie fröhlich, spielerisch und dennoch berührend.

Ich lerne,

wie bedacht und empathisch ich im Miteinander sein darf.

Lerne NEIN sagen und aufzuzeigen, was ICH will.

 

Gegenwehr hier und da,

Kontrollzwang und Verkomplizieren.

Ich bin erwachsen, entwachsen.

 

Doch lass` ich mich ein,

zählt allein der Augenblick,

die Hingabe und der darin verborgene Zauber.

Welch` einmaliges Geschenk!

 

Danke an EUCH!

Danke den Kindern!


DREI BUCHSTABEN

 

Leicht und einfach geht alles

mit Dir an meiner Seite.

Keine Zweifel, kein in Frage stellen,

nur Vertrauen.

 

Doch manchmal verkriechst Du Dich

in die hintersten Ecken

und schickst die Angst nach vorn.

Du lässt Dich bitten,

locken,

möchtest Aufmerksamkeit,

um Dich wieder in die erste Reihe vorzuwagen.

 

Kleines Wort,

große Bedeutung und Wirkung.

 

Bist Du spürbar,

fällt mir das Weitergehen leicht,

macht Spaß,

weckt Neugier.

Hast Du Dich versteckt,

dreh` ich mich im Kreis

um mich selbst.

 

Lieber Mut,

ich lade Dich ein, wieder an meiner Seite zu gehen!

Ich möchte mit Dir Hand in Hand erkunden,

entdecken

und mich aus dem Kreis heraustrauen,

um vorwärts zu schreiten.


GEDULD

 

Du schönes Wesen!

Ich bin in Eile, übersehe dich oft!

 

Die Begegnung mit dir fühlt sich besonders an.

Frei.

Zeitlos.

Verzaubernd.

Weit.

 

Du stehst für Mut, Hingabe, Vertrauen, Weisheit und Leichtigkeit-

dem Gegenteil meiner Gefährten Angst, Kontrolle und Zwang.

 

Hin und wieder trau` ich mich,

nehm dich wahr

und lass` dich durch mich fließen.

Dann versteh` ich gar nicht,

was mich an einem ständigen Beisammensein hindert.


WORTE

 

Ein Klang.

Im Einklang.

Mein Klang.

Mein Klang in mir.

 

Ein Gefühl.

Einfühlen.

Mich fühlen.

In mich hinein fühlen.

 

Ein Gedanke.

Hinein denken.

Mein Denken.

Danke.


MENSCH, DU BIST SCHÖN !

 

Du kannst gehen und rennen,

sprechen und denken.

Kannst rechnen, schreiben,

fühlen und schenken.

 

Du hast einen Körper, um dich zu erleben,

dich auszudrücken und zu bewegen.

 

Du hast Gefühle, kannst sie in Worte fassen,

kannst tun was du willst oder es bleiben lassen.

 

Du kannst erfahren, erkunden und entdecken,

die Neugier und Weisheit in dir erwecken.

 

Du kannst vorwärts gehen oder zurück-

du selbst entscheidest! Welch` großes Glück!

 

DU hast dich für dein Leben entschieden!

Trau`dich und schließ` mit diesem nun Frieden.

 

Du bist gewachsen und darfst Erkenntnisse finden,

kannst jeden Tag etwas Neues erfinden.

 

Du bist besonders, einmalig, magisch und schön!

Du darfst deinen eigenen Lebensweg geh`n.

 

Es gibt nichts zu vergleichen, keiner ist so wie du!

Du hast ein Herz, hör` ihm auch einmal zu!

 

Es schlägt nur für dich, zeigt leis` was es mag.

Es ist dein Begleiter und Lehrer, jeden einzelnen Tag.

 

Du kannst hasten und rennen,

kannst jagen und eilen

oder auch im Moment verweilen.

Du bist ein Mensch, einmalig und schön!

Ich wünschte, du könntest es ebenfalls seh`n!


KREATIV

 

Impulse sammeln,

mich verrennen,

neu sortieren,

über den Haufen werfen.

 

Mich fokussieren,

mutig sein,

in Worte fassen,

aufschreiben.

 

Gedanken verwerfen,

umformulieren,

löschen,

zweifeln.

 

Entscheidung treffen,

aussprechen,

aufschreiben,

stehen lassen.

 

Wieder von vorn...


MAMA

 

Du breitest deine Arme aus,

weit,

liebend und geduldig.

Deine Nähe wärmt, beruhigt und entspannt.

 

Du bist der Ursprung meines Daseins,

bist Wurzel und Basis.

Du gibst mir Halt und Kraft,

verbindest und schaffst Zusammengehörigkeit.

 

Du bietest Schutz und Vertrauen.

Von dir aus wage ich mich in die Welt,

wohl wissend, dass ich jederzeit zu dir zurückkehren kann

und du für mich da sein wirst.

 

Danke Mama!


VERHÜTET

 

Ich kann bestimmen,

kann kontrollieren und Einfluß nehmen.

Ich entscheide über den "richtigen" Zeitpunkt.

 

Ständige Angst, dass etwas Unvorhergesehenes geschiet.

 

Abschlüsse sammeln,

Karriereleiter besteigen,

etwas erreichen

und dann...

 

Ständige Angst, dass etwas Unvorhergesehenes geschiet.

 

Jetzt bin ich bereit!

Hab meine Sicherheiten,

mich ausgelebt,

die Welt gesehen.

 

Doch was ist los?

Wieso klappt es nicht oder

verabschiedet sich zu schnell wieder?

Statt dessen wächst der Druck.

 

Ständige Angst, dass etwas Unvorhergesehenes geschiet.

 

Neue Ängste kommen hinzu.

Plötzlich rast die Zeit.

Kopfkino und gut gemeinte Ratschläge.

 

Und ich frage mich:

Hab ich die Reihenfolge richtig gewählt?

Ist alles bereits zu spät?

Fühle ich mich der Verantwortung überhaupt gewachsen?

Was will ICH wirklich?


JÄHRLICH

 

Dein Tag.

Mein Tag.

Unser Tag.

 

Verbunden.

Auf Lebenszeit.

 

Ich schenke dir das Leben,

du schenkst dich.

 

Du bist vollkommen.

Verzaubernd.

Entwickelst dich in Riesenschritten.

Ich beobachte, lerne und bin da.

 

Ich darf dich begleiten

und bin verliebt in das Leben, erfüllt und unendlich dankbar!


JA, LEBEN

 

Die Höhepunkte machen es mir leicht-

ich bin beschwingt, erfreut und glücklich.

 

Doch auch den Tiefen möchte ich begegnen!

Was habt ihr mir mitzuteilen?

Was darf heilen?

 

Liebes Leben,

ich nehme die Herausforderung an!

Ich stelle mich deinen Aufgaben,

ich gebe mich dir bedingungslos hin,

tauche in dich ein

und fließe mit dir mit.


ABSCHIED

 

Manchmal kommst du unerwartet,

manchmal kündigst du dich an.

Doch keiner deiner Wege erleichtert das Umgehen mit dir.

 

Du nimmst Vertrautes mit dir,

hinterlässt einen wackeligen Boden unter den Füßen,

Unsicherheit und Ungewissheit.

 

Doch in dir versteckt sich auch Schönheit!

Veränderung, Hinterfragen und Neuausrichtung

entstehen durch dich.

 

Werden und Vergehen,

Willkommen heißen und Abschied nehmen-

erst die Gegensätze zeigen auf, wie kostbar, wie besonders jeder Moment ist.


SEXUALITÄT

 

Ein Raum entsteht

und öffnet sich.

Zwei Seelen treten ein, begegnen sich darin.

Jeder Ballast, jede Erwartung bleibt draußen vor der Tür zurück.

 

Sie sehen sich,

nehmen sich wahr,

berühren einander und werden tief berührt.

Sie schwingen miteinander im Einklang

und erfahren gemeinsame Weite.

Sie berühren kurzzeitig die Unendlichkeit, die Raum und Zeit verschmelzen lässt.

Dann kehren sie ins Hier und Jetzt zurück.

 

Dankbarkeit.

Zufriedenheit.

Erfüllt sein.

Sich selbst ganz wahrnehmen und gleichzeitig mit allem verbunden sein.

Hier zeigt sich der Zauber des Mensch-Sein deutlich und wird greifbar.

 

Dann verlassen beide den Raum.

Sie können ihren Ballast vor der Tür wieder einsammeln

oder ihn einfach hier zurück lassen.

 

Der Raum ist leer,

schließt sich und löst sich wieder auf.


AUSSER ATEM

 

Ich passe mich an,

renne mit dir mit,

überspringe Stationen,

nur um mithalten zu können.

Ich bin ganz außer Atem.

 

Ich passe mich an,

schleiche mit dir mit,

fühle, wie ich mich in Zeitlupe bewege,

es fühlt sich fast nach Stillstand an.

Ich bin davon außer Atem.

 

Ich passe mich MIR an,

möchte in meinem Tempo gehen,

mal schnell, mal langsam,

wie ich es jetzt gerade brauche.

Und mein Atem wird gleichmäßiger.


NA UND?

 

Du passt in keine Schablone,

andere finden dich esoterisch, komisch, freaky, oldschool

oder denken, du bist ein Nerd.

Na und!?

 

Du hast eigene Gedanken und Ideen,

äußerst diese laut

und die Reaktionen darauf sind Abwehr oder Ignoranz.

Na und?!

 

Du hörst deinen Verstand

und vertraust deshalb auf dein Herzen.

Sie halten dich für ver-rückt und völlig fehlgeleitet.

Na und!?

 

Du sprichst scheinbar in Rätseln,

kannst Farben und Klänge fühlen

und glaubst an das Gute in Allem.

Du nimmst die Dinge, wie sie kommen,

sammelst Erfahrungen

und bist dankbar für jede einzelne.

Du bist mutig, neugierig und vertraust darauf,

dass es das Leben gut mit dir meint.


DÄMMERUNG

 

Hinter den Baumwipfeln

steht der Horizont in Flammen.

Die Farben berühren sanft mein Gemüt.

 

Auf der Seite gegenüber

wird es langsam dunkel.

Der Wind klingt lauter 

als die vorbei rauschenden Autos.

 

Eine Decke legt sich leise über den Tag.

 

Ich betrachte die Farben

und tauche ein 

in orange,

rot,

lila

und gelb.

 

Was es mit mir macht?

 

Ich werde zu dem,

was gerade ist

und vergesse all meine Fragen.


VOM TAG

Du reichst mir deine Hand,
an jedem neuen Morgen

Verbind ich mich mit dir,
zeigst du mir dich.
Und mit dir,
die Idee.

Bist täglich neu.
Hilfst,
mich zu fokussieren.

Entdecke dich
und mich
in deinem Thema
stetig neu.

Facetten vom Leben.
Facetten des " Alles und Nichts".
Facetten auch von mir.

Du, Tag,
steckst voller Überraschungen.

Du, Tag,
kannst mein Begleiter sein.

Du, Tag,
zeigst mir in deinem Ausdruck,
wie reich das Leben ist
und wie reich es mich
durch dich
beschenkt.


TANZ 


Der erste Frost hat sich auf's Gras gelegt.

Die Sonne wärmt ihn 

und er wandelt sich.


Im Wassertropfen 

spielen Farben miteinander.

Sie tanzen 

und bewegen sich ganz frei.


Wie wär's,

würd ich den Frost in mir aufspüren?

Ihn wärmen 

mit der Kraft aus meinem Herz.

Ihn dadurch sanft und leise transformieren.

Bis auch meine Farben fliessen

durch den Schmerz.


Frei

und ganz im Rhythmus meines Klanges.


EINLADUNG

Ganz schlecht ist mir,
Mein Magen krampft.
Ein unschönes Gefühl!

Frag mich,
wo dieses hingehört?
Fühlt sich befremdlich an.
Und trotzdem kenn ich's.
Zeigte sich
In mir schon dann und wann.

Doch wenn es gar nicht mir gehört,
was macht es denn dann hier?
Ich danke ihm und lass es zieh'n,
räum` frei den Platz in mir.

Was zeigt sich da?
Was hat sich denn
Im Dunkeln dort verkrochen?
Ein Wesen,
Was ich lang nicht sah,
kommt nun ans Licht gekrochen.

Auf leisen Sohlen,
halb verstohlen,
zeigt es sein Gesicht.

Ich berühre dich,
sagt es.

Ich lass mich darauf ein.

Und muss gestehen,
ich find es schön,
nach langer Zeit,
dich hier zu sehen.

Oh,
Freude,
komm herein!


WIE SCHNEE


Ich seh dich,

doch ich spür dich nicht.

Du redest

und ich hör dich nicht.

Kann dich nicht mehr entdecken.


Verhüllt.

Verschüttet.

Eingeschlossen.

Hältst deinen Kern verborgen.


Das,

was du zeigst,

das bist du nicht.


Und schau ich dir 

in dein Gesicht,

erkenn ich dich nicht wieder.


Angepasst

und abgekommen,

Qualitäten angenommen,

die dein Sein verzerren.


Aber ich bewerte nicht!

Geb dir deine Zeit!

Jeder läuft mal neben sich.

Und ich glaub,

Du findest dich,

wenn DU erst bist bereit.


Ich halt inne.


Und ich schau hindurch.


Als sei,

Das was ich seh,

verwandelt nur.

Gefrorener Schnee,

den ich,

allein durch mein Betrachten,

zum Schmelzen bringen kann.


ADVENT


Advent klopft an die Tür.

Er zeigt sich

und erinnert mich,

das Jahr geht nun zur Neige.


Ganz hell beleuchtet 

wird mein Blick,

wenn abends ich 

durch Strassen laufe.


Erfreu mich dran

und mag, 

die Kälte im Gesicht.

Und das Gefühl im Herzen.


Die letzten Tage eines Jahres.

Die Zeit,

zum Ankommen in mir.


Zum Reflektieren,

Applaudieren,

Anerkennen

und Benennen,

der Dinge,

die vergangen nun.


Ich schaue auf mein Jahr zurück

und dieses hat mich sehr entzückt,

mit all den Holprigkeiten.


Die Weihnachtszeit verbringe ich

mit Dingen,

die ich mag.

Ich gehe raus ins Wintergrün,

im Winter gibt's auch viel zu sehen.

Auch Tod und sich erneuern.


LEB WOHL

Gestern haben wir uns noch unterhalten.
Gestern war auch schon alles nicht mehr,
wie gewohnt.
Aber du hast mich angesehen.
Und ich sah,
dass du schon auf dem Sprung bist.

Heute renne ich auf und ab,
dreh Runden in deinem Zimmer,
schau ängstlich,
ob sich deine Bettdecke noch bewegt,
weil du kaum hörbar atmest.

Immer wieder schnappst du nach Luft,
nach unendlichen Momenten der Stille.

Ich bin überfordert von der Situation.
Gleichzeitig froh,
hier zu sein,
um dich zu begleiten.

Dann geht es irgendwie doch ganz schnell.
Ereignisse überschlagen sich.
Du atmest
das letzte Mal aus.

Ich streich dir über dein Haar.
Das letzte Mal.
Ich geh zum Fenster
und öffne es.

Leb wohl!


DAZWISCHEN


Zwischen aufgereihten Worten

liegen Schätze,

fein versteckt.


Hörst Du zu,

nicht mit den Ohren,

findest Du,

was zwischen Worten steckt.


Emotionen

und Geschichten,

auch die Stille zeigt sich dort.


Lass Dich ein

auf das Dazwischen

und schieb Vorgedachtes fort!


SCHLUSS


Den Tag schließ' ich

mit einem Blick auf ihn.

Ich sammel ein,

womit er mich beschenkte.


Mein Herz wird weit,

weil Dankbarkeit sich zeigt.

Sie zeigt sich

über unzählig' Momente.


Welch Glück ich hab,

den Tag als ICH zu leben.

In meinem Körper zu erleben, 

was sich zeigt.


Ganz freudig 

leg ich mich am Abend nieder.

Und wär's mein letzter,

hab ich alles schon erreicht.


Es gibt nichts zu erreichen.

Alles ist schon.

Und ich bin hier,

um dieses zu erfahr'n. 


Es ist gut, wie es ist

und das erkenn ich.

An jedem neuen Schluss 

von einem Tag.


WEIHNACHT

Lichter hellen auf das Zimmer.
Augen glänzen.
Kerzenschimmer.
Erinnerung,
wie's damals war.

Braten,
Süßes,
Rituale.
Weihnachtslieder klingen leise mit.

Unterschiede zwischen Bräuchen
gibt es zur Genüge.

Wie magst du dein frohes Fest?
Was ist DIR dran wichtig?

Kannst du ganz hineintauchen?
Im Moment dich finden?
Gleich,
ob's ist,
wie jedes Jahr
oder doch ganz neu...


ZAUBERKRAFT

Zauberhafte Möglichkeiten
hält das Leben hier bereit.
Wählen darf ich
und entscheiden.
Bin ich denn dafür bereit?

Ja, das bin ich!
Auch wenn Zweifel mich begleiten,
geh ich weiter,
lass vom Inneren mich leiten.

Ich nehm wahr,
ganz tief und innig,
wie fühl ich mich stimmig an?
Wie ist's,
würd ich mir erlauben,
alles sei bereits geschehen?
Ein Vibrieren tiefster Freude
zeigt sich
und ich kanns verstehen.

Es zeigt an,
Hier bist du richtig!
Folge mir,
Ich führ dich durch.
Alles andere wird nichtig,
fällt nun ab.
Es schwindet Furcht.


BERÜHRT

Ich bin berührt
vom eignen Wesen.
Bin dankbar und verbunden.

Ich fühl, wie alles,
was nicht wichtig,
sich ablöst.
Und mein Herz wird weit.

Ich lass mich ein.
Ich lad mich ein,
dem Leben zu vertrauen.

Heut kann ich auf mich bauen.
Heut und alle Zeit.


TÜREN

Seh' dein Wesen,
deinen Kern.
Und deine Geschichte.

Seh' das,
was sich zeigen will.
Echt und ohne Wichtung.

Gibt nichts zu verheimlichen,
denn ich seh's ja doch.

Wenn ich öffne meine Tür,
wirst auch du das Gleiche tun.
Öffnest nun die deinen.


BETRACHTUNG


Worte jagen sich in meinem Kopf.

Bilden Reime von alleine.

Puzzeln aneinander sich,

bevor sie sich entzweien.


Gibt so Vieles zu entdecken hier.


Worte klingen

und sie hallen,

ob ich will oder mich wehre.


Doch manche wirken missverstanden.

So,

als wären anders sie gemeint.


Welches ruft am lautesten?


Dich betracht' ich heute einmal neu.


Schau dich an

von allen Seiten,

lad dich ein,

dich mir zu zeigen. 

Wie bist du gemeint?


GELÄHMT

Traust dir nichts zu,
steckst deinen Rahmen immer enger.
Bewegst dich noch
in Zentimeter grossen Räumen.

Die Angst, die Wut
sie wachsen und gedeihen.
Und alles, was du tust,
spricht durch sie durch.

Versperrst den Weg.
Den Weg,
dir zu begegnen.
Verriegelst Türen
und dann mauerst du dich ein.

Hockst dort.
Gelähmt dein ganzer Körper.
Du möchtest raus,
doch weisst nicht,
wie das geht.

Zu spät für alles,
glaubst du.
Und dann seufst du.
Ergibst dich deinem Schicksal,
heut erneut.


WELLEN

Wir sind alle Wellen eines Meeres.
Grössen variieren,
auch die Form.

Und so sind wir alle samt verbunden.
Zeigen uns,
vergehen,
werden neu.


BRILLE

Ich verurteile dich nicht!
Du hast deine Gründe.
Siehst die Welt,
gefärbt durch das,
was war.

Und auch ich hab nur den Blick,
aus Erinnerung
und dem Erlebten.
Meine Brille ist davon gefärbt.

Doch,
wenn ich erst feststelle,
dass ich eine Brille trage,
dann wird Vieles möglich.

Setz sie ab und wieder auf.
Spiel mit ihr
und sie mit mir.
Ohne Brille loszugehen, 

ist
außergewöhnlich.


SCHWÄNE 


Und ich stürze mich kopfüber in den Tag. 

Und der Regen schlägt mir kalt in mein Gesicht.

Und ich denke jetzt schon über zu viel nach.


Und dann ziehen Schwäne hoch oben am Himmel.

Und ich schau sie an und lausche ihrem Klang.

Und sie helfen mir, mich wieder zu erinnern.


Und ich lächle und erinner mich.

Ich fühl mich und schau neben mich.

Kleine Finger halten meine Hand.


ANDERS MACHEN

Würdest alles anders machen,
hättest damals du verstanden,
was du heute siehst
mit Abstand,
aus der Ferne.

Doch die Zeit ist längst verstrichen.
Und sie kommt auch nicht mehr wieder.
Du bist traurig
und dann senkst du deinen Blick.

Würdest anders reagieren,
mit Verständnis und viel leiser.
Und dem Wissen
"Jeder hat seine Geschichte."

Die Erfahrung macht dich weise,
lehrt dich,
heute neu zu schauen.
Kopf hoch!
Fang doch heute ganz neu an!


ALLES

Alles-
ist viel mehr als ich es glaube.
Mehr als ich erahne
oder weiss.

Alles-
ist unendlich,
ohne Grenzen.
Möglichkeiten ohne Raum und Zeit.

Alles-
das ist frei
und ohne Wertung.
Schliesst sich um das Nichts
und hüllt es ein.

Alles-
ist vereinend,
bejahend und verneinend.
Es gibt keine richtig,
und es gibt kein falsch.

Alles-
ist erlaubend.
So, wie es sich zeigt.
Schliesst uns, wie wir sind, einfach mit ein.


REISEND

Du bist es
und ich bin's auch.
Sind auf einer Reise.

Hier und da begegnen wir
uns und andren auch.
Manchmal leise,
manchmal laut.
Mal berührt,
und mal vertraut,
mal ganz unverstanden.

Du bist es
und ich bin's auch.
Jeder auf der Reise.

Mal hält man sich länger auf
an dem einen Ort.
Mal geht es ganz schnell hindurch.
Fort und immerfort.

Du bist es
und ich bin's auch.
Reisende
für einen Augenblick.


GEDULDIG

Worte schreiben sich auf das Papier.
Worte,
die mich innerlich bewegen.

Fang ich an sie zu verändern,
sperren sie sich 

und das Schreiben stoppt.

Manchmal finde ich den Zugang nicht.
Erst die Zeit erlaubt es,
ihn zu finden.

Und so sind sie aufgereiht,
geduldig brücken sie die Zeit,
bis sie in Erinnerung sich rufen.


ERINNERUNG

Vieles hast du schon erlebt,
durchgestanden,
überlebt.
Nun stehst du an diesem Punkt im Leben.
Angekommen in erfüllten Träumen.

Hier zeigen sich neue Wünsche.
Welche sind es?
Darfst sie erst sortieren.

Und dann gehst du,
Schritt für Schritt,
ausgerichtet auf den Takt des Herzens.

Dieses schlägt zu jeder Zeit
nur für dich
und ist bereit,
dir den Weg zu zeigen,
wenn du magst.

Halte inne,
lausch der Stimme!
Denn sie ist dir wohlgesonnen.

Wenn du mit ihr Freundschaft schließt,
kann dich nichts mehr halten.
Dann bist du auf deinem Weg.
Altes fällt nun ab.


FREMDE

Abgegeben in ganz fremde Hände
stehst du da,
die Orientierung fehlt.
Fühlst verloren dich und einsam,
nichts Vertrautes.
Suchst nach etwas,
das dich neu belebt.

Starr bist du.
Du musst,
um durchzugehen.
Weiter gehst du,
weiter,
Tag um Tag.
Immer in der Hoffnung
bald wird's enden.
Bald schon kommt der allerletzte Tag.

Zeit verschwimmt,
wird endlos,
läuft in Schleifen.
Irgendwie bewegst du dich hindurch.
Alles das ist für dich schwer zu greifen.
Und das Fremde wird langsam vertraut.

In der Fremde gelten andre Regeln.
Passt dich an,
weil du hier sonst zerbrichst.
Du wirst stumm,
dein Wesen immer leiser.
Dumpf dein Körper,
fühlst in dir das NICHTS.

Fantasiewelt rettet dich,
Heidelbeeren auch.
Seltener Besuch.
Hinterlässt auch Spuren.

Und dann ist's vorbei.
Und du liegst in Scherben.
Sammelst diese Tag für Tag nun ein.


AM ENDE

Und am Ende geht auch das vorüber.
Und am Ende schaust du still zurück.
Und am Ende nickst du zart
und lächelst.
Denn am Ende bleibt nicht viel, was zählt.

Und am Ende schaust du in den Spiegel.
Und wenn du dir in die Augen blickst,
bist du hoffentlich mild
mit dem Gegenüber.
Schau!
Es schaut ganz sanft zu dir zurück.

Wenn am Ende du dir kannst verzeihen,
weil am Ende es um nichts mehr geht.
Wird am Ende jede Wunde heilen.
Weil am Ende alle Zeit vergeht.

SCHATTEN

 

Und ich sitze hier
und frag mich, wie's dir geht.
Ab und zu noch
streifst du durch meine Gedanken.

Fühl gelähmt mich,
weil es mich nichts mehr angeht.
Du dein Leben lebst
und ich leb hier das meine.

Lass dich los dann,
jedes wiederholte Mal.
Und bin dankbar für
was wir gemeinsam hatten.

Dann verschwimmt in mir das Bild.
Und all die Schatten
lösen auf in Luft sich.
Und ich atme durch.


A.

 

Wenn ich dich betrachte, 

wird mir klar:

Du bist ein ganz zauberhaftes Wesen.

Mutig und voll Sonnenschein
gehst du deine Schritte in die Welt.

 

Und ich staune jeden Augenblick,
den ich dir lausche.

 

Angebunden, rein und klar,
ehrlich und ganz wunderbar,
sagst du stets, 

was deine Wahrheit ist.

 

Oftmals bist du schlauer als die Großen.

 

Ich achte und ich schätze dich.
Ich liebe dich, 

weil du DU bist.

Bist ein Geschenk

und ich bin überwältigt.


MANN SEIN

Du musst stark sein.
Funktionieren.
Bloß nicht weinen!
Kontrolliere
all die Emotionen, die in dir aufsteigen!

Drück sie weg!
Sei nicht so weichlich.
Ist nicht männlich,
eher weiblich,
wenn du dich von dieser weichen Seite zeigst.

Kommt nicht gut an
bei den Frauen.
Sie woll' n starke Schultern spüren,
die Halt geben
und beschützen.
Breite Schultern, um sich anzulehnen dran.

Also reiß dich bloß zusammen.
Gibt genügend andre Männer,
die das können.
Und so hast du keine Chance...

 

Und du?

Du bist ganz verwirrt nun.

Weil das, was man von dir möchte

überhaupt nicht zu dem passt,

wie du dich fühlst.

 

Fühlst dich falsch so

und nicht wichtig.

Möchtest auch dazu gehören,

stehst jetzt irgendwie dazwischen.

Zwischen all den Möglichkeiten, die es gibt.

 

Wofür sollst du dich entscheiden?

Es ist schwer,

die nächsten Schritte zu bewegen.

 

Lässt es bleiben.

Passt dich an.

 


E.

Und für dich ist jeden Tag so viel neu.
Hast dich auch beeilt,
als du bei uns gelandet.
Fast,
als willst du alles schnell entdecken.
Dich und mit dir
deine Sinne endlich wecken.

Zeigst nicht jedem
sofort deine ganze Schönheit.
Fast,
als müsse man erst die Erlaubnis haben.
Und auch dann entscheidest du dich 

stets ganz frei.
Lässt nicht jeden einfach rein,
bleibst dir selbst beständig treu.

Du erinnerst sanft und mutig
an die Liebe.
Fragst ganz leise
aber ehrlich,
wie's denn geht?
Und dann schenkst du einen Blick
oder berührst mich.
Streichelst mir die Hand
und gehst klar deinen Weg.



DELLEN

Traurig bist du heute.
Doch du bist's nicht über dich.
Sondern über,
was du glaubst zu sehn im Spiegel.

Zu viel
an der einen Stelle.
An der anderen zu knapp.
Schaust auf Defizite nur.
Perfektion hält dich auf Trapp.
Und so ziehst du dich zu Boden.
Tag für Tag.

Übersiehst bei diesem Blick,
dass du einen Körper hast,
der dich trägt,
der sich bewegt.
Welch grosses Glück!

Und doch darfst du traurig sein!
Bist geprägt
und nicht allein.
Menschen sehen sich sehr oft
mit diesen Augen.

Magst du dich einmal betrachten
und erinnern,
was ihr beide schon erlebt habt?

Jede Narbe,
jede Delle
ist genau an dieser Stelle
gut und richtig,
weil sie auch etwas erzählt.


GUTES

Du willst dir was Gutes tun,
doch weisst nicht, wie das geht.
Weisst nur,
wie man funktioniert
und immer weiter geht.

Rennst davon,
weit von dir weg.
Doch das ist Illusion.
Du stehst fest an einem Fleck
und hast dich halb verloren.

Eigene Bedürfnisse
sind dir mehr als fremd.
Wie man die von andren liest,
hast du gut gelernt.
War auch für dich wichtig.
War eine Option.
Hat geholfen dir im Leben.
Hat dich auch verschont.

Etwas Gutes für dich tun.
Was könnte das sein?
Nimm dir Zeit,
finde es raus.
Entdeck' dich nochmal neu.


AUCH

Trotz
Begrenzter Worte.
Begrenztem Wissen.
Begrenzter Zeit.
Begrenzter Erfahrungen.
Begrenzter Möglichkeiten des Entdeckens.
Begrenzter Anzahl an Begegnungen.
Begrenzter Möglichkeiten des Verzeihens.
Begrenztem Leben.

Auch
Unendliche Dankbarkeit.
Unendliche Tiefe des Fühlens.
Unendlichkeit an möglichen Wegen, die man gehen könnte.
Unendliche Variationen des Seins.
Unendliches Leben.


JETZT

Ihr liegt eng nebeneinander.
Ganz erschöpft und doch berührt.
Ganz präsent in eurem Körper.
Habt ihn lang nicht so gespürt.

Und das Atmen wird viel tiefer.
Leis' macht Müdigkeit sich breit.
Ihr liegt zwischen allen Zeiten.
Ohne Zukunft und Vergangenheit.

Nur das Jetzt ist deutlich bei euch.
Ihr liegt da, es zeigt sich klar.
Dürft es spüren, lasst es hallen.
Gefühltes Glück- zum Greifen nah.


Braucht nur Zeit, sich zu begegnen.
Zeit, um all das abzutun,
was man jetzt nicht kann verändern,
Zeit, um Gutes sich zu tun.

Und dann wird der Raum ganz weit
und erlaubt die Zweisamkeit.


OK

Du bist ok,
auch wenn du dich jetzt aufregst.
Du bist ok,
auch wenn du mich nicht verstehst.
Du bist ok,
auch wenn du nicht hier im Raum bleibst.
Du bist ok!
Ich lass dich geh'n.

Ich bin ok,
auch wenn du dich gerade aufregst.
Ich bin ok,
auch wenn du mich nicht verstehst.
Ich bin ok,
auch wenn du aus dem Raum gehst.
Ich bin ok.
Weil ich das, was ich sehe, versteh.

Sehe,
dass manchmal die Worte nicht reichen,
um zu erklären, wie man sich fühlt.
Möchte dir daher meine Hand reichen.

Wir sind ok!

So,

wie wir jetzt sind.


WIND


Manchmal schlägt dir der Wind ins Gesicht.

Hältst die Hände zum Schutze davor.

Er treibt Tränen dir über die Wangen.

Doch du gehst weiter.

Schritt für Schritt.


Und der Wind gibt heut wirklich sein Bestes.

Will dir zeigen, wie stark seine Kraft.

Nimmst ihn wahr,

lässt die Tränen dir trocknen.

Und dann fährt er dir auch noch durch's Haar.


Und dann 

zieht er ganz plötzlich weiter.

Hinterlässt dich zerzaust mit dir selbst.

Und du schüttelst dich kurz

und du richtest dich auf,

denn du weisst,

es war nichts mehr als Wind.


EINTAUCHEN

Tief berührt
von der Schönheit des Momentes.
Fühl geborgen ich mich
mit mir selbst.

Und gerade gibt's nichts,
was ich brauche.

Wünscht',
ich könnt eine Zeit hier verweilen.

Ich saug' auf das Gefühl,
lass es wirken in mir.
Breitet sich längst in jede Zelle aus.
Ich geniess es,
in Liebe zu baden.
Tauche ein,
ganz tief ein.

Und am liebsten nie wieder auf.


BLOCKADE

Gute Noten.
Zugefallen.
Nie gezeigt, was in dir steckt.

Dran gekommen,
rot geworden.
Hättest lieber dich versteckt.

Wirst ganz leise,
immer leiser.
Möchtest nicht, dass man dich sieht.

Lieber zuhören
von Weitem.
Glaubst, du hast es nicht verdient.

Hast es so gelernt.
Und dir angenommen.
Bist dadurch ein wenig
vom Wege abgekommen.

Leise gehst du deine Schritte
und fällst dennoch auf.
Auch wenn du das so nicht kennst,
nimmt es seinen Lauf.

Darfst das Anpassen nun lassen!
Zeit ist's, dich zu zeigen.
Und dann weht ein anderer Wind,
lässt sich nicht vermeiden.

Wirst gesehen und erkannt,
deine Tür wird eingerannt
von Wundern und der Freude.


DAS KIND

Das Kind in mir wird wach gerüttelt,
wenn es sich erinnert fühlt.
Erinnert an vergangene Zeiten,
als ein Bedürfnis blieb unerfüllt.

Nun zeigt es sich bockig,
zeigt sich auch wütend.
Findet die ganze Welt blöd.
Und ist damit nicht einverstanden,
was es gerade erlebt.

Nun, liebes Kind,
kann ich dich begleiten?
Erzählst du mir,
wie es dir geht?
Ich nehm mir die Zeit,
Ich höre dir zu!
Wenn du magst,
musst du nun nicht mehr leiden.


ZEIT FÜR WUNDER

Und nun sehe ich,
ich bin gar nicht so falsch.
Habe nur nicht reingepasst
in die Schablonen.

Und nun erkenne ich,
manches war gar nicht so leicht.
Und ich dachte immer,
dass ich nicht genüge.

Und nun fühle ich,
wer ich wirklich bin.
Seh diese neue ICH.
Verstehe mich selbst besser.

Und nun staune ich,
was alles in mir steckt.
Seh meinen Mut,
seh meine Kraft,
seh meine Einzigartigkeit.

Seh nun die Welt durch meine eigenen Augen.


AUTOPILOT


Wütend bist du,

fühlst dich nicht verstanden.

Nie gelernt, 

mit Wut auch umzugehen .


Schluckst sie runter,

deckst sie zu.

Nun bist du getrieben. 

Streifst, wie auf der Jagd

durch dein Revier.


Essen hilft,

da bist du dir ganz sicher.

Bringt Ruhe in dein hektisches System.

Treuer Freund dir,

stets durch schwere Zeiten.

Also wirst du auf die Suche geh'n.


Wirst fündig.

Und nun fängst du an zu essen.

Isst und legst dich damit richtig lahm.

Kannst darüber auch den Grund vergessen,

womit diese Reise heut begann.


Doch die Suche hört nicht auf.

Das Hamsterrad nimmt seinen Lauf.

Und du steckst fest.

Der Autopilot läuft.


PARAMETER

Parameter ändern sich.
Heilst
und bringst ins Gleichgewicht,
das,
was dich erschlägt.

Hast dich lang gequält.
Dir viel abverlangt.
Vieles still ertragen.

Nun ist die Zeit reif,
abzulegen,
was dich bremst.
Komm zurück auf deinen Weg!
Trau dich,
ihn zu gehen.

Deine Schritte hinterlassen sanfte Spuren.


WACHSAM

Und du trägst schon viel Gepäck.
Und du bist erst hier
seit Wochen.
Doch dein Start war laut
und hat dich überrollt.

Und  nun suchst du stets Vertrautes.
Suchst nach Stimmen,.
Die du kennst.
Suchst nach Wärme
und dem Herzschlag,
der dich trägt.

Fällt dir schwer
sanft einzuschlafen.
Denn du darfst hier nichts verpassen.
Trägst die Angst,
wenn du zur Ruhe kommst,
könnte es die letzte sein.
Schläfst deshalb erst gar nicht ein.


RAHMEN


Passt nicht gut

in vorgerahmte Bilder.

Malst gern weit

über den Rand hinaus.

Mit Farben,

die noch keinen Namen tragen,

malst du freudig viele Bilder aus.


Und dann klebst du wild

sie aneinander.

Was dabei entsteht,

ist sonnenklar!

Für manche scheint's 

als wär's ein Durcheinander.

Doch du weisst,

so ist's gut und wunderbar.


WINTER

 

Und ganz leise hüllst du alles ein.

Legst als sanfter Schleier

dich hernieder.

Ich kehr gern bei mir zu Hause ein.

Schaue raus

und wärme mich allmählich wieder auf.

 

Knackig bist du,

weiß und frostig.

Glitzerst auch im Sonnenlicht,

wenn du dich zeigst im Schnee.

Erfreust die,

die dich still betrachten.

Winter ist's!

Juche!


MUT

 

Ganz vertraut sind deine leeren Worte.

Ganz vertraut mir,

ist dein schwerer Blick.

 

Blickst durch mich hindurch.

Sprichst mich nicht mehr an.

Als wärst du längst

auf einem anderen Weg.

 

Ich erreich dich nicht.

Bist entzweit mit deinem Körper.

Immer öfter

trittst du aus ihm aus.

 

Doch wohin's dich zieht,

kann ich maximal erraten.

Dich zu fragen,

hab ich mich noch nicht getraut.


LEBENDIG

Bin fasziniert
schon vom lebendig sein.
Kann atmen
und mich in der Welt erfahren.

Auf einmal ergibt alles einen Sinn.
Noch vor Minuten
konnte ich ihn kaum erahnen.

Erlaube mir,
ein wenig zu verweilen.
Saug auf die Freude,
die ich gerade spüre.

Schau in die Ferne
und fühle mich daheim.
Im Hier.
In mir.
Und auch in meinem Leben.


STRAUCHELN

Du sagst,
Du möchtest wirklich etwas ändern.
So weiter machen,
sei keine Option.

Du schaffst das,
sagst du.
Kennst die Konsequenzen.
Verändern
würde sich tatsächlich lohnen.

Du stolperst los
und übersiehst die kleinen
Details,
die's auf dem Weg gilt,
zu entdecken.

Zwei Schritte vor und fünf zurück.
Bist streng zu dir.
Du strauchelst
und
magst dich jetzt gern verstecken.


GEGEN DEN STROM

 

Ich laufe.

Gegen den Strom.

Manchmal werde ich fortgerissen,

mit ihm.

 

Hier lässt es sich gut treiben.

Ich ruhe mich aus.

Alles ist hier einfach

und doch irgendwie falsch.

 

Keine Fragen.

Keine Antworten.

Nur hinfort treiben.

 

Also drehe ich mich wieder um

und laufe weiter.

Gegen den Strom.

  

Immer wieder werde ich angestoßen,

weggedrängt,

umgerannt.

Ich steh auf,

wieder,

immer wieder.

Und laufe weiter.

 

Den Weg seh ich nicht.

Zu viele Entgegenkommende.

Dennoch weiß ich,

ich bin richtig.

 

Alle Sinne hellwach,

die Beine tragen mich.

Das Atmen fällt schwer,

wenn mich der Gegenstrom fast zerdrückt.

 

Ich sauge alles auf.

Details,

Begegnungen,

jedes Hinfallen und wieder Aufstehen,

das hin- und hergerissen Sein.

 

Und ich nehme es mit mir.

Mit auf meinen Weg.

Gegen den Strom.


LOSLAUFEN

 

Kleine oder grosse Schritte,

langsam oder schnell,

bergauf oder bergab,

barfuss oder in Schuhen,

allein oder in Gesellschaft,

über Hindernisse oder auf ebenen Wegen.

 

Mal einsam fühlend und verloren,

dann wieder voller Zuversicht.

Mal Karussell fahrend im Verstand,

dann wieder in sich ruhend.

Mal scheint kein Ziel erkennbar,

dann ist es wieder völlig klar zu sehen.

Mal fühlt es sich nach Stillstand an,

dann nach Achterbahn fahren und fliegen.

 

Alles das gehört dazu!

Das ist DEIN eigener Weg und er nennt sich LEBEN.

Er variiert,

zeigt seine Vielfalt unterwegs.

Sein Ziel ist ganz klar!

Wenn es erreicht ist, ist dies alles vorbei.

Worauf also warten?


VON DUNKELHEIT

 

Plötzlich wird es eng in mir,

alles schnürt sich zu.

Das Herz rast,

die Atmung wird flach

und schnell.

Ich verschwimme im Außen,

sauge alles auf,

wie ein Schwamm 

und verliere dabei den Zugang zu meinem Selbst.

 

Angst.

Unruhe.

Rastlosigkeit im Verstand.

 

Ich halte inne,

halte an,

stoppe das, was ich gerade tue.

Ich fahre rechts ran, atme tief durch

und versuche mich zu fühlen.

Ich besinne mich auf das Hier, das Jetzt

und da ist nichts zu befürchten.

In diesem Augenblick ist alles gut!

 

Ich atme.

Ich bin.

Was kann mir passieren?

Tief in mir weiss ich das!

 

Atmen.

Beruhigen.

Berührt sein von diesem Moment.

Dankbar für mein Leben.


DER FREAK

 

Ich bediene ihn

in Situationen,

die mich überfordern,

die ich kontrollieren und bestimmen will.

 

Er zeigt sich dann

als hässliches,

kleines Rumpelstilzchen,

das eigenartige Tänze vollführt.

 

Er wirkt beängstigend

und lächerlich zugleich-

sowohl in der Art, sich zu bewegen

als auch in der Wahl seiner Worte.

 

Ich beobachte ihn

aus einiger Entfernung,

staune

über dieses skurrile Wesen

und breche in lautes Lachen aus.


ANGST VOR LIEBE

 

Ich halte mein Herz verschlossen,

schütze mich,

denn alte Wunden reißen sonst auf,

die ich zugekleistert hatte.

 

Lieben!?

Wozu?

Sicher endet alles im Schmerz,

in Leid und Verletzung.

 

Mein Herz bleibt verschlossen!

Ich erbaue zusätzliche Mauern

und lege diese in Ketten.

So bin ich sicher.

 

Es entsteht keine Nähe

aber das macht nichts.

Es entsteht kein Berührtsein

aber das ist mir egal.

 

Ich wähle die Sicherheit,

den Schutz

und die Kontrolle.

Mein Herz bleibt verschlossen.

 

Doch irgendwann reissen die Ketten,

die Mauern fallen ein,

das Herz öffnet sich

und zeigt seine Kraft und Stärke.

 

Und plötzlich ist alles neu,

ist nichts wie zuvor,

fühlt Leben sich nach Leben an.

Die Liebe lässt die Angst dahin schmelzen.


SPINNE

 

Lüge,

ich hab dich erkannt

und bin in der Starre.

Du hast dich versteckt,

hast dich gut getarnt

und stehst nun vor mir.

 

Du warst Illusion,

warst schön und betörend.

Und ich-

Gefangene in einer Blase aus Angst.

 

Du gleichst einer Spinne,

webst klebrige Fäden,

baust damit dein Netz.

Du hockst unsichtbar im Nirgendwo.

 

Du bist genügsam,

geduldig,

bist zeitlos und wartest.

Und dann,

irgendwann,

erlegst du die Beute,

dein Opfer.

 

Auf sie gestürzt,

saugst du sie aus,

nimmst dir,

was du bisher entbehrtest,

um dich nun daran zu erlaben.

Zurück

bleibt nur die leere Hülle.

 

Lug und Betrug-

oft findet man euch,

wo Mangel und Leere sich einen,

denn ihr kompensiert.

 

Doch mutig ist jener,

der hinter euch blickt,

die Wahrheit erkennt

und sich mit dieser verbindet.


TRAURIG

 

Ich bin traurig, weil ich der Traurigkeit oft zu wenig Raum gebe.

Ich bin traurig, wenn mir mal wieder der Zugang zu mir selbst fehlt.

Ich bin traurig über erlebte Verluste.

Ich bin traurig, wenn ich zu ungeduldig bin.

Ich bin traurig, weil ich die Zeichen manchmal nicht interpretieren kann.

Ich bin traurig, weil ich mich hier und da verliere.

Ich bin traurig, weil ich meine Individualität nicht annehme und zu ihr stehe...

 

Und während ich meiner Traurigkeit Worte gebe, kommt sie ins Fließen.


SCHULD

 

Einem Rucksack voller Steine gleich,

ziehst du mich zu Boden

und raubst mir den Atem.

 

Meine Augen werden trüb

und ich sehe alles verschwommen.

Meine Sinne sind dumpf, stumpf und in mir breitet sich Enge aus.

 

Angst wird zum ständigen Begleiter

und ich selbst verliere meine Form und verblasse.

Ich fühle mich verloren.

 

Ich steige aus dem Wahnsinn aus

und durchbreche das Zuschnüren.


LIEBE

 

Tief innerlich berührend,

weit,

freudig,

verbindend,

klar,

dankend,

nährend,

ohne Wertung,

grenzenlos,

überraschend,

immer wieder neu,

magisch,

spürbar in jeder Zelle und im Raum,

still,

wärmend,

zeitlos,

unabhängig,

vergebend,

erkennend,

wissend,

vertraut,

frei,

elementar,

essenziell,

Sein.


MANIPULATION

 

Unbewusst

oder bewusst eingesetzt,

hinterlässt du deine Spuren.

Es bleibt ein Beigeschmack,

wenn deine Tarnung aufgeflogen ist.

 

Du hilfst

über Unsicherheiten,

Mangel,

Ängste und Zweifel hinweg

und bietest Zuflucht.

 

Deine Tarnung ist makellos!

Oft braucht es mehr als zwei Blicke,

um dich auch nur zu erahnen.

 

Du setzt Sender und Empfänger voraus,

hinterlässt Täter und Opfer,

bist vielseitig verkleidet,

bunt und facettenreich.

 

Aber es IST möglich,

dich aufzuspüren,

einzukreisen

und

dir Lebewohl zu sagen.


MOMENT

 

Du bist nicht greifbar

und doch immer da.

Jetzt

und jetzt

und jetzt

und jetzt.

 

Du rinnst wie Sand durch meine Finger,

wenn ich nicht achtsam bin.

 

Du bist wunder-voll und immer wieder neu,

bist besonders, einmalig und so kostbar.

 

Vielleicht das Kostbarste überhaupt?

 

Du verdienst Beachtung und meine volle Aufmerksamkeit,

denn in Dir liegt der wahre Zauber meines Lebens.


DER SINN

 

Begegnen,

wahrnehmen,

berühren und in der Seele berührt werden.

 

Erinnern,

verbinden,

Eins sein mit allem was ist.

 

Erfahrungen sammeln,

sich selbst immer wieder

im Anderen erkennen.

 

Annehmen,

lieben,

neugierig bleiben.

 

Vertrauen,

hingeben,

Wunder erleben. 


FREUNDSCHAFT

 

Du bist liebend, erwärmend, vergebend, respektvoll-

gleich einem Schutzmantel wider allem Schlechten.

Du bist nehmend und gebend zugleich,

bist nährend, innig und beglückend.

 

Du kommst unerwartet, gehst wieder oder verweilst.

Du verbindest, unabhängig von Zeit und Raum.

Du erschaffst gemeinsame Momente und Erinnerungen

und hilfst beim Erkennen.

 

Ich nehm dich wahr,

sehe mich dadurch klarer, entdecke meine Essenz.

 

Du bist heilsam, bedingungslos, mutig

und lässt wahrhaftiges Begegnen Lebendigkeit werden.

Du erleichterst, schenkst Vertrauen, gibst Rückhalt

auch in Zeiten, in denen sich der Zweifel ausbreiten möchte.

 

Du bist ein Geschenk für jeden, der dir begegnen

und dich in seinem Leben willkommen heißen darf!


ZEIT

 

ICH möchte DICH

kontrollieren

einteilen

anhalten

vorspulen

berechnen

zurück drehen

festhalten

zurück holen

bremsen

aufhalten.

 

Doch DU hast dein eigenes Tempo, deine eigene Richtung und deine eigene Vorstellung.

Was ich mit dir vorhab, interessiert dich nicht.

 

Vielleicht sollte ich mich von dir befreien, dich ablegen und einfach in diesem Moment sein.

Und in diesem

und diesem....


GETRIEBEN


Plötzlich 

legt sich ein Schalter um.

Du bist wie ferngesteuert.

Dein Herz rast

und du hyperventilierst.


Rennst Kreise

und du kommst nicht an.

Du suchst

aber weisst nicht, 

wonach.

Kannst dich grad nicht mehr fühlen.

Bist dir fremd.


Fängst an zu essen,

zu konsumieren.

Ganz viel.

Ganz schnell.

Getrieben.


Und hinter der Getriebenheit

der Wunsch,

dich nicht ganz zu verlieren.


NEBENSTRASSEN


Vertrauen.

Ich übe mich in dir.


Ich geh mit dem,

was sich mir zeigt,

erschließt es sich auch später.

Ich bau darauf,

dass mein Gefühl 

nicht täuscht.


Und manchmal,

trotz ich dem Gefühl.

Lern so die Nebenstraßen kennen.


KANN SEIN

Kann sein,
dass ich auf Dinge anders schaue,
als du es jemals tust und tun wirst.

Kann sein,
dass ich auf andre Dinge baue.
Auf jene, die du oftmals übersiehst.

Kann sein,
wir beide sind völlig verschieden.
Kann sein,
wir finden so hier nicht zusammen.

Kann sein,
wir schließen dennoch unsren Frieden.
Verschieden sein heisst auch,
man kann noch lernen.


WAHR


Du stehst mutig für die Wahrheit.

Du nimmst sie

und du sprichst sie einfach aus.


Hast keine Angst

mit deinen jungen Jahren.

Sagst,

wahre Worte dürfen einfach raus!


Die Lüge kann sich nicht mehr länger halten.


Ein letztes Aufbegehren.

Dann löst sie sich auf.



DREI

 

Manchmal lohnt es sich,

einen zweiten Blick zu werfen.

Und einen dritten.

 

Manchmal lohnt es sich,

eine zweite Chance zu geben,

Und eine dritte.

 

Manchmal lohnt es sich,

zwei Schritte aufeinander zu zugehen.

Und einen dritten.

 

Manchmal lohnt es sich,

zwei tiefe Atemzüge zu nehmen.

Und einen dritten.

 

Manchmal lohnt es sich,

zwei Worte auszusprechen.

Und ein drittes.


NEID


Voller Schwere

schaust du auf die anderen.

Du vergleichst.

Kommst dabei viel zu kurz 


Machst dich selbst ganz klein.

Ich glaub,

das müsst nicht sein,

hättest du schon deinen Wert erkannt.


SCHEIN

Du trittst bunt
und lautstark in den Raum.
Sprudelst über vor fremder Ideen.
Kurz nachdem man sich von dir entzweit,
kann man sich beim Verwelken zusehen.

Bist dir deiner Wirkung nicht bewusst.
Glaubst,
es läge kaum an dir,
mehr an den Anderen.
Und so siehst du auch gar keinen Grund
darin,
irgendetwas zu verändern.

Und ich zieh mich
immer mehr zurück.
Möchte dieses Spiel nicht mehr bedienen.
Und ich sehe,
hinter deinem Schein,
hast du aufgehört,
dich selbst zu lieben.


SCHÖPFERIN


Klammer mich an Wünsche.

Geben scheinbar Sinn.

Hangel am Erfolg mich lang.

Geb mich ihm nicht hin.


Ist auch gar nicht wichtig.

Geht um so viel mehr.

Erkenne mich erst richtig,

geb ich all das her.


Was dann übrig bleibt zum Schluss,

berührt mich in der Tiefe.

Spür es ganz,

von Kopf bis Fuß.

Ich schöpfe mich.

Aus Liebe.


GETRAGEN


Und durch den Schock hindurch

agier ich.

Betroffenheit 

macht Platz für klares Schauen.

Hast dich verletzt

und ich bin hier für dich!

Kannst immer, immer, immer

auf mich bauen.


Komm lass dich fallen und vertrau mir!

Hier bist du sicher,

bist zu Haus.

Lehn deinen Kopf an und ich kümmer mich.

Streich sanft dir Schmerz und Sorg' hinaus.


Lausch meinem Herzschlag,

er erinnert dich.

Erinnert dich an deinen eignen Klang.

Und du entspannst.

Entspannst dich innerlich.

Trägst das Gefühl ein Leben lang.


TRITT EIN!


Und dann spürst du plötzlich

deine Größe.

Überwältigt davon

sitzt du einfach da.

Lässt sie wirken,

lässt sie dich durchströmen.

Wirst ganz weit dabei.

Bist dir plötzlich nah.


Ist noch nicht vertraut,

doch lässt du dich darauf ein.

Lässt dich tragen

ganz in dich hinein.

Und dann kommst du an.

Ganz tief in dir an.

Da bist du!

Und du lädst dich ein.


VERKANNT


Du stehst auf meinem Platz!

Nun kann ICH hier nicht landen.

Doch ist dies hier mein Raum!

Und du stehst wirklich falsch.


Hast ihn besetzt.

Verhältst dich still.

Dann sagst du,

dass dich niemand will.

Doch ich, 

ich würde dich erkennen.


Sie haben Angst vor dir,

weil sie dich falsch verstehen .

Verweisen dich

und wollen dich nicht sehen.


Jedoch kannst du auf meinem Platz 

nicht länger bleiben!

Nimmst mir sonst meine eigne Chance,

die Chance zu sein.


Doch wenn du magst,

geh ich mit dir ein Stück.

Helf zeigen,

wer du wirklich bist.


In Deinem Angesicht verblasst der Schein.


FRAGEND

Gestern habe ich erkannt,
was Superkräfte sind.
Weil du deine lebst.
Vertraut und selbstverständlich.

Zeigst mir jeden Tag,
wie man mit dieser Kraft umgeht.
Spielerisch und leicht.
Lässt dich von ihr leiten.

Schaust mich fragend an,
warum ich meine nicht benutze?
Wusste bis grad eben nicht,
dass auch ich welche besitze.


FÜR DICH

 

Warum?

Fragst du.

Du möchtest gern verstehen.

Die Antwort ist dir allerdings zu flach.

 

Du willst verstehen,

willst tiefer gehen.

Ganz tief

und tiefer noch

hinab.

 

Hast keine Scheu

ins Dunkel einzutauchen.

Du weißt,

du könntest jederzeit zurück.

Du tauchst

und tauchst bis tief hinab zum Boden.

Was du dort siehst,

lässt innehalten dich für einen Augenblick.

 

Verborgen dort,

im aller tiefsten Dunkel,

zeigt sich ganz hell ein klitzekleines Licht.

Es lädt dich ein,

das Dunkel anzuleuchten.

 

Machst dich bereit.

Weißt, du machst das für dich!


SCHERBEN 1

 

Und dann möchte ich am liebsten

einfach alles zu Boden werfen.

Fühl die Scherben in meiner Hand

und das Blut in den Adern stockt.

 

Besinne mich.

Auch innerlich.

Musik hilft.

Hilft dabei, an meinen Klang mich zu erinnern.

 

 

SCHERBEN 2

 

Und der Boden bebt unter meinen Füßen.

Erschüttert jede Zelle meines Seins.

Erinnerungen brennen ein sich tief.

Noch über Zeiten werden Enkel sich erinnern.

 

Und nachts, wenn alles schläft, erwachen Geister.

Sie schütteln mich und mit mir alles wach.

Ich wälze mich.

Als könnt ich damit was bewegen.

Doch statt Bewegung

wird es in mir starr.


PUR

 

Ganz pur bist du,

ganz klar,

ganz rein.

Und stellst dich zur Verfügung.

Gibst Raum,

den eigenen Raum zu finden.

Bist einladend.

Bist warm.

 

Möcht' annehmen dein Angebot.

Ich möchte in dir wirken.

Werd' achtsam sein

und ganz bedacht,

nur das tun,

was lebendig macht.

Lebendig,

frei

und heil.


AM BODEN


Berührung kannst du nicht mehr gut ertragen.

Hast dieses eine schlagend Herz in dir verloren.

Mit diesem fiel zugleich die Orientierung.

Schaust auf die Dinge nun als wärst du neugeboren.


Weisst nicht auf wessen Weg du dich befindest.

Die Füsse kleben dir am Boden fest.

Bevor dir alle deine Sinne schwinden,

hältst du dich lieber am Erinnern fest.


Dann sinkst du langsam tief hinab zu Boden.

Lässt deinen Tränen endlich freien Lauf.

Fast unaufhörlich fangen diese an zu fließen.

Und irgendwann 

stehst du bestimmt auch wieder auf.