Sagt wer?


"Wenn du es nicht schaffst, kannst du ja wieder zurück und einen "richtigen" Job machen."

 

"Am Anfang kann man sich nicht erlauben, NEIN zu sagen! Das kannst du dann machen, wenn es gut läuft."

 

"Nicht jeder kann es sich erlauben, das zu tun, worauf er Lust hat."

 

"Selbstständigkeit heißt selbst und ständig."

 

 

Einige solcher Sätze habe ich gehört, als ich mich entschieden habe, in die Selbstständigkeit zu gehen.

Beruflich und privat.

Ich hab sie gehört, zum Teil selbst so geglaubt oder zumindest unreflektiert übernommen.

 

Aber wer sagt das eigentlich?

Wer oder was spricht da?

 

Oft ist es die eigene Angst des Gegenübers, gefärbt von seinen eigenen Erfahrungen, Prägungen, kollektiven Denkmustern, die da spricht.

Es hat nichts mit mir zu tun. Ich werde nur zu seiner Projektionsfläche gemacht.

 

Triggert es allerdings etwas in mir, werde ich verunsichert durch das Gesagte oder kommen auch in mir Zweifel hoch, ist es gut, genauer hinzusehen.

Und dann kann ich das, was ich finde, vielleicht neu ausformulieren, weil ich entdecke:

Das, was sich da plötzlich in mir zeigt, ist gar nicht meine tatsächliche Sichtweise.

Meine eigentlichen Gedanken sind...so und so.

 

Ich setze mich also auseinander mit mir und dem, was ich bisher für richtig gehalten habe, weil es noch keinen Grund gab, dies zu prüfen und zu hinterfragen.

 

So kann ich für mich inzwischen sagen:

 

"Ich erlaube mir von Anfang an NEIN zu sagen, wenn sich Dinge nicht stimmig anfühlen."

 

"Selbstständigkeit kommt von stehen, von Stand. Und es bedeutet auf eigenen Füßen zu stehen."

 

"Und nein, ich geh nicht mehr zurück in einen "richtigen" Job, weil das, was ich tue, ein richtiger Job ist.

Meiner.

Und er ist perfekt.

Weil ich ihn liebe!"


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