Übergänge...

Mit Übergängen meine ich all jene Momente im Leben, die eine direkte Veränderung mit sich bringen, einen Wechsel. Es sind Verwandlungen weg von dem Einen, hin zu etwas Anderem oder sogar zu etwas ganz Neuem. Übergänge gehen somit einher mit Loslassen, Annehmen und Hingeben.

Es sind Phasen, die unterschiedlich lange andauern können, die geprägt von Emotionen und Unsicherheiten sein können, die vorbereitet und begleitet werden wollen, weil sie oft auch neue Verantwortlichkeiten und Aufgaben mit sich bringen.

 

Im Alltag mit eigenen Kindern, einer Familie, einem Haustier aber auch im Alltag mit uns allein können wir feststellen, dass wir täglich mehrere Übergänge vollziehen:

  • Aufstehen
  • Strassenkleidung anziehen und zur Kita/ Schule/ Arbeit starten
  • nachmittags wieder zu Hause ankommen
  • vom Wochentag zum Wochenende
  • vom Alltag zum Urlaub
  • vom Aktivsein zum Entspannen und umgekehrt
  • vom Alleinsein zum umgeben Sein von anderen Menschen
  • von Stille zu Lärm ...usw.

Diese "kleinen", täglichen Veränderungen nehmen wir oftmals gar nicht bewusst wahr.

An Kindern allerdings kann man gut beobachten, dass sie damit schnell überfordert sein können und sie können emotional und scheinbar unerwartet darauf reagieren.

 

Nun gibt es im Leben neben diesen kleinen, ständigen Übergängen aber auch große, einprägsame und bedeutsame Übergänge und Veränderungen, die, wenn sie nicht gut begleitet und erklärt werden und wenn sie nicht im individuell angepassten Tempo geschehen, nachhaltige Auswirkungen auf den Körper und das Sein haben können.

 

Zu diesen einschneidenden und entscheidenden Übergängen zähle ich beispielsweise:

  • Schwangerschaft
  • Geburt
  • Bonding/ Wochenbett/ Ankommen in der Familie
  • "Wachstums-" und Entwicklungsschübe
  • Kita-Eingewöhnung
  • Schulanfang
  • Schulwechsel
  • Trennung der Eltern/ Todesfall in der Familie/ Jobverlust/ Krankheit
  • Eintritt ins Jugendalter/ körperliche Veränderungen                     
  • 1.Menstruation (und jede weitere)
  • Fahrerlaubnis/ Schulabschluß/ Beginn der Lehre oder des Studiums
  • Vollendung des 18.Lj. und Eintritt in das Erwachsenenalter
  • Auszug aus Elternhaus/ 1.eigene Wohnung/ WG
  • eigene Partnerschaft/ selbst Eltern werden
  • Wechseljahre/ Midlife
  • Jobwechsel
  • Beginn der Rente
  • Verlust und Tod
  • ...

WIE LASSEN SICH ÜBERGÄNGE BEGLEITEN?

Übergänge sind nichts Ungewöhnliches oder gar Schlimmes!

Sie sind Teil unserer Natur und unseres Daseins.

Die Natur selbst zeigt es uns u.a. im Wechsel von Tag zu Nacht zu Tag, den Jahreszeiten oder in Ebbe und Flut auf.

 

Meines Erachtens ist es wichtig, wenn man Übergänge im Leben und Alltag gut meistern möchte, dass man sich dafür entsprechend Zeit nimmt. Auch ist Aufklärung beim Begleiten notwendig.

Aufklären bedeutet für mich, dass man benennt, was sich konkret verändern kann:

Was darf losgelassen werden?

Was bekommt stattdessen jetzt eine Wichtigkeit, einen neuen "Platz"?

Womit können diese Umwandlungen einhergehen?

 

Übergänge sind nichts Hartkantiges, Abruptes. Viel mehr sind sie weich fließend und dadurch gekennzeichnet, dass sich das Neue zeigt und bereits spürbar ist, während auch das Alte und das, was losgelassen werden darf, ab und zu noch aufblitzt und sich bemerkbar macht.

Übergänge gehen auch oft einher mit körperlichen Veränderungen oder Symptomen, wie z.B. Schwindel, Übelkeit, Gewichts-und Stimmungsschwankungen, verändertem Appetit, Schmerzen...

 

Was braucht es also konkret?

  • Geduld und individuelles Zeitnehmen
  • Dasein bei Bedarf
  • Verständnis und Empathie
  • Aufklärung und Erklärung, ohne zu Belehren
  • Liebevolle, verständnisvolle, wertungsfreie Kommunikation
  • Zuhören und Wahrnehmen
  • Emotionen erkennen, benennen, annehmen, fühlen, ausleben, loslassen
  • Körperbewusstsein

Und manchmal ist es für eine gewisse Zeit zusätzlich unterstützend, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu ernähren, um beispielsweise positiv auf den Hormonhaushalt zu wirken. Auch kann es hilfreich sein, sich bewusst zu bewegen, ausreichend zu trinken, regelmässig zu schlafen und wenig zu konsumieren (in jeglicher Form).

 

Tanz, Gesang, Atemübungen, Schreiben, Sprechen, Schauspielerei oder Kreativität in all ihren Facetten können ebenfalls sehr unterstützend wirken und beim bewussten Entdecken, Erkennen und Neuwerden helfen.

Und man KANN UND DARF Übergänge auch in kleinen Ritualen zelebrieren!

 

Du hast Fragen oder möchtest in Deiner jetzigen Übergangsphase begleitet werden?

Erreichen kannst Du mich hier.

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