Begegnung mit dem Schmerz

Ich bin ihm oft begegnet.

Innig war unser Verhältnis bereits und ich kenne ihn in seinen intensivsten Färbungen.

So verschieden unsere Aufeinandertreffen waren, so unterschiedlich war auch mein bisheriger Umgang mit ihm.

 

Ich hab versucht ihn zu ignorieren, hab mich in Mitleid gesuhlt, hab ihn verflucht, verteufelt, bekämpft und auslöschen wollen.

Es hat ihn alles unbeeindruckt gelassen.

 

Die einzige Möglichkeit für mich, ihn wieder verabschieden zu können, war, ihn verstehen zu lernen und damit gleichzeitig zu verstehen, warum er sich mir überhaupt zeigt.

 

Schmerz, das habe ich inzwischen verstanden, ist keine Bestrafung meines Körpers. Der Schmerz wird mir vom Körper geschickt, weil ich etwas verstehen und lernen und gegebenfalls auch verändern darf.

 

Mittlerweile begegne ich meinem Schmerz wie folgt:

Ich registriere ihn und nehme damit wahr, dass etwas in mir nicht in Balance ist.

Ich nehme den Schmerz an, denn leugnen, betäuben oder ignorieren macht ihn nur schlimmer.

Gleichzeitig erlaube ich MIR, dass auch ICH einmal Schmerzen und Dysbalancen haben darf!

 

Und dann gehe ich in den Schmerz hinein.

Ich fühle ihn, spüre nach, wozu er mich zwingt und wozu ich durch seine Anwesenheit nicht mehr in der Lage bin. Ich atme in den Schmerz hinein und dann begegne ich ihm auf allen Ebenen.

Wie zeigt er sich mir strukturell, biochemisch, rhythmisch, mental, emotional, energetisch, seelisch und auf unbekannter Ebene?

 

Hier erkenne ich meine Denkmuster und Glaubenssätze, meine Verhaltensweisen, meine Kontroll-und Sicherheitsmuster und meine Mechanismen, die mir einst dienten und jetzt hinterfragt werden wollen.

 

Nachdem ich diese Dinge erkannt hab, ist die Intensität des Schmerzes meist schon geringer.

 

Nun fahre ich folgendermaßen fort:

Entweder führe ich eine Meditation durch oder ich lasse meinen Körper sich bewegen.

Je nach dem, was mein Schmerz, mein Körper oder ich selbst gerade benötigen.

 

Manchmal ist ein wiederholtes Begegnen mit dem Schmerz indiziert, weil er durchaus mehrschichtig und tief sein kann!

Mit jeder Begegnung lässt sich Schicht um Schicht aufdecken und die Ursachen werden klarer erkennbar und auflösbar.

 

Du willst mehr zu dieser Thematik erfahren?

Hier geht es zu meinem:

Noch eine Möglichkeit für eine Meditation:

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