Gegen den Strom

Ich laufe.

Gegen den Strom.

Manchmal werde ich fortgerissen, mit ihm.

 

Hier lässt es sich gut treiben.

Ich ruhe mich aus.

Alles ist hier einfach und doch irgendwie falsch.

 

Keine Fragen.

Keine Antworten.

Nur Hinforttreiben.

 

Also drehe ich mich wieder um

und laufe weiter.

Gegen den Strom.

  

Immer wieder werde ich angestoßen, weggedrängt, umgerannt.

Ich steh auf, wieder, immer wieder.

Und laufe weiter.

 

Den Weg seh ich nicht.

Zu viele Entgegenkommende.

Dennoch weiß ich, ich bin richtig.

 

Alle Sinne hellwach, die Beine tragen mich.

Das Atmen fällt schwer,

wenn mich der Gegenstrom fast zerdrückt.

 

Ich sauge alles auf.

Details, Begegnungen, jedes Hinfallen und wieder Aufstehen,

das Hin-und Hergerissensein.

 

Und ich nehme es mit mir.

Mit auf meinen Weg.

Gegen den Strom.

 

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